Gesetze rund um den Sex

Sex ist normalerweise eine Sache zwischen zwei Menschen (natürlich gibt es auch Situationen, wo drei oder mehr daran beteiligt sind – der Autor lebt nicht auf dem Mond und nicht im Kloster, aber wir wollen hier vom von der Natur vorgegebenen Regelfall ausgehen…). Gut, nach diesem kleinen Exkurs zurück zum Thema: Sex findet also zwischen zwei Menschen statt, was die Gesetzgeber weltweit trotzdem nicht daran gehindert hat, eine Reihe von Gesetzen zur Regelung des Verkehr niederzuschreiben. Und genau um diese gesetzlichen Verkehrsregeln soll es in diesem Artikel gehen…

Sexspielzeuge
In Alabama war der Verkauf von Sexspielzeugen von 1998  bis 2002 illegal und deshalb per Gesetz verboten. – Willkommen in der Neuzeit Alabama: „Schön, dass ihr Euch doch noch besonnen habt…“

Kein Sex im Kühlschrank
In Alaska achtet der Gesetzgeber sehr auf das Wohl seiner Bürger. So ist der Sex in einem Auto, einem Wohnwagen oder einem Wohnmobil untersagt, wenn die Temperaturen unter minus 25°C fallen. In der Stadt Newcastle (Wyoming) gibt es ein noch konkreteres Gesetz: Hier ist es Paaren verboten, im Kühlhaus Liebe zu machen.  – Eigentlich vorbildlich, aber wie sollen sich die armen Menschen sonst aufwärmen…

Frau unten – Mann oben
In Massachusetts gibt es ziemlich eindeutige Verkehrsregeln. So gibt ein Gesetz explizit vor, dass die Frau beim Sex unter dem Mann zu liegen hat. Auch in Virginia gibt es ein Staatsgesetz, dass festlegt, dass das Licht beim Sex aus sein muss und lediglich die Missionarsstellung erlaubt ist. Daneben glauben auch die Stadtväter in Washington D.C. an das Gute im Missionar und haben gesetzlich ebenfalls nur diese Stellung als erlaubt festgelegt. – Pech für alle, die in Massachusetts, Virginia oder Washington D.C. gerne einmal das Kamasutra „durchspielen“ wollen…

Landwirtschaftlicher Verkehr großzügig geregelt
Bauern aus Clawson (Michigan) dürfen vom Gesetzgeber aus, Geschlechtsverkehr mit Ziegen, Schweinen, Kühen, Pferden oder Hühnern haben. In West Virginia gibt es außerdem ein Gesetz, das Männern Sex mit Tieren erlaubt, wenn diese ein Gewicht von vier Pfund nicht überschreiten. – Da pfeift nicht nur das Quietsche-Entchen…

Safer Sex
Nevada hat ein Gesetz erlassen, dass Sex ohne Kondom verbietet. – Ein ausnahmsweise mal grundsätzlich als vernünftig zu bewertender Ansatz in der Gesetzgebung…

Küssen (fast) verboten
Das „Anti-Kuss-Gesetz“ in Halethrope (Maryland) schreibt vor, dass ein Kuss nicht länger als ein Sekunde dauern darf. (Alles darüber hinaus, wird vermutlich schon als sexueller Akt gewertet.) Da geht es Paaren in Iowa schon besser, denen der Gesetzgeber maximal satte fünf Minuten für einen Kuss einräumt. In Tulsa (Rhode Island) sind immerhin Küsse, die unter drei Minuten dauern, noch innerhalb der gesetzlichen Norm. Die Stadt Eureka existiert tatsächlich und zwar in Kalifornien. Hier haben Männer mit Oberlippenbremse die Arschkarte gezogen, da ihnen ein Gesetz das Küssen einer Frau verbietet (frage mich, ob das Küssen von Männern erlaubt ist…). In Wisconsin hat man sich außerdem dazu entschlossen, dass Küssen in Zügen gesetzlich zu verbieten.

Sexueller Notstand ist kein Notfall
In der Stadt Tremonton (Utah) legt man Wert auf Details: Hier gibt es ein Gesetz, dass Frauen verbietet Sex mit einem Mann in einem Krankenwagen zu haben (frage mich dazu, ob Sex mit einer anderen Frau im Krankenwagen o.k. wäre, wäre typisch männlich). Die Strafe für die Frau, die beim Sex im Krankenwagen mit einem Mann erwischt wird, ist mehr als heftig. Nicht nur, dass sie wegen einem Sexualvergehens angeklagt werden kann, nein, ihr Name wird auch noch in der Tageszeitung veröffentlicht. Für den Mann bleibt das Gehoppel im Blaulichtwagen übrigens komplett ohne Konsequenzen. Es gibt weder Strafe noch eine öffentliche Anprangerung.

Irgendwie kann man nur den Kopf schütteln. Unsere Welt ist schon auf ihre ganz eigene Art und Weise ziemlich bekloppt, was auch die Macher von www.psychohaus.com regelmäßig bei ihren Recherchearbeiten feststellen müssen. Besuchen Sie die Website und machen Sie sich auf so einiges gefasst. Wir von der Redaktion haben teilweise nur noch die Augen gerollt oder Tränen gelacht…

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